Die Tischvorlage 2003/044 befasst sich mit einem Antrag des Ernst-Barlach-Gymnasiums auf eine Fördermaßnahme aus dem Energiefonds für die Errichtung einer Geothermieanlage. Das Projekt ist Teil eines bestehenden Energiesparkonzepts der Schule, welches bereits Photovoltaik- und Brauchwasser-Solaranlagen umfasst.
Geplant ist die Anlage einer Erdsonde mit einer Tiefe von etwa 75 Metern neben dem Verwaltungsgebäude. Basierend auf Daten des Geologischen Dienstes NRW wird eine Wärmeentnahmeleistung zwischen 5 kW und 8 kW ermöglicht. Eine angeschlossene Sole-Wasser-Wärmepumpe mit einer Leistung von 4,8 kW soll eine Vorlauftemperatur von 40 °C bis 55 °C erzeugen, um einen Raum in der Übergangszeit über die vorhandenen Radiatoren zu beheizen. In das Bohrloch soll zudem ein Leerrohr zur Temperaturmessung integriert werden, damit die Anlage als unterrichtliches Anschauungsprojekt genutzt werden kann.
Die technischen Umsetzungen wurden bereits mit Vertretern des Immobilienmanagements der Stadt Castrop-Rauxel sowie mit Fachunternehmen besprochen. Die Gesamtkosten der Maßnahme belaufen sich auf 23.248,82 Euro. Die Finanzierung soll durch beantragte Zuschüsse für die Wärmepumpe und den Unterrichtseinsatz sowie durch Mittel der Rütgers Stiftung erfolgen. Der Umweltausschuss hat den Antrag zur Kenntnis genommen und empfiehlt dem Energiefonds, die entsprechenden Fördermittel bereitzustellen. Durch die Umsetzung wird eine Senkung des CO2-Ausstoßes für diesen Bereich um 40 % sowie eine Reduzierung der Betriebskosten angestrebt.