Die Sitzungsvorlage 2022/263 der Stadtverwaltung sieht eine Neugestaltung der Bürgerbeteiligung sowie eine strukturelle Änderung des Ausschusses für Bürgerbeteiligung und Stadtteilentwicklung vor. Ein wesentlicher Bestandteil des Beschlussvorschlags ist die Abschaffung des Amtes eines ehrenamtlichen Bürgerbeauftragten. Die Verwaltung begründet diesen Schritt damit, dass die Aufgaben des Bürgerbeauftragten durch ergänzende Angebote der Stadtverwaltung, wie etwa den Mängelmelder in der CAS App und verschiedene Sprechstundenformate, mittlerweile abgedeckt werden.
Zudem wird die Umwandlung des Ausschusses für Bürgerbeteiligung und Stadtteilentwicklung vorgeschlagen. Ziel der Neukonzeption ist es, die Attraktivität des Gremiums zu steigern, indem die Themen Ehrenamt, Vereine und Sport fest in den Fokus gerückt werden. Während bauliche Aspekte des Sports weiterhin im Betriebsausschuss 3 behandelt werden, soll der organisierte Sport als eigenständiges Interessensfeld in den Ausschuss integriert werden. Die Neugestaltung sieht vor, dass Sitzungen verstärkt in den Ortsteilen bei Vereinen stattfinden, Experten sowie Verbandsvertreter eingeladen werden und Vereine niederschwellige Anfragen stellen können. Zudem soll der Ausschuss die Aufgabe des Bürgerbudgetbeirates übernehmen.
Im Rahmen der Initiative „MitmachStadt“ wird die Verwaltung beauftragt, einen „Instrumentenkoffer“ für die Bürgerbeteiligung zu entwickeln. Dieser soll dem Rat, den Ausschüssen und der Verwaltung verschiedene Formate wie Online-Umfragen, Workshops oder Vor-Ort-Termine zur Verfügung stellen, um die Partizipation bereits in politischen Beratungsprozessen zu ermöglichen. Vorab ist eine Befragung der Bürgerinnen und Bürger vorgesehen.