Zweiter Sachstandsbericht zum Handlungskonzept Wohnen
✦ KI-Zusammenfassung
Die Stadtverwaltung Castrop-Rauxel hat im Rahmen der Neuausrichtung des Handlungskonzepts Wohnen einen zweiten Sachstandsbericht vorgelegt. Die Erarbeitung des Konzepts erfolgt in Zusammenarbeit mit dem Institut für Wohnungswesen, Immobilienwirtschaft, Stadt- und Regionalentwicklung (InWIS) und umfasst die Analyse von Wohnraumbedarfen sowie die zukünftige Steuerung des Wohnungsmarktes. In den Prozess wurden Fachakteure der Wohnungswirtschaft, die Kommunalpolitik sowie verschiedene Bereiche der Verwaltung durch unterschiedliche Beteiligungsformate eingebunden.
Die aktuelle Analyse zeigt einen Nachfragedruck auf dem Mietwohnungsmarkt, wobei ein Angebotsdefizit insbesondere bei großen Wohnungen ab vier Zimmern, altersgerechtem Wohnraum und preisgünstigen Wohnungen für Alleinstehende besteht. Der Leerstand im Stadtgebiet liegt bei etwa 1,9 % und ist primär auf Modernisierungsbedarf und bauliche Mängel zurückzuführen.
Für die Wohnungsbedarfsprognose bis zum Jahr 2040 wurden zwei Szenarien auf Basis unterschiedlicher Datenquellen berechnet. Während die städtische Prognose einen Anstieg der Haushalte bis 2035 und einen Bedarf von rund 2.910 neuen Wohneinheiten ausweist, geht die Prognose des Landes NRW (IT.NRW) von einem geringeren Bedarf von 2.030 Wohnungen aus. In beiden Szenarien ist ein Trend zur Singularisierung der Haushalte sowie eine Zunahme von Seniorenhaushalten erkennbar. Der Bedarf an Mehrfamilienhäusern übersteigt dabei den Bedarf an Ein- und Zweifamilienhäusern.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Sicherstellung der Versorgung mit bezahlbarem Wohnraum, da im Jahr 2022 etwa 22,4 % der Haushalte als einkommensschwach eingestuft wurden. Der Bestand an preisgebundenen Wohnungen ist seit 2015 rückläufig. Die vorliegende Vorlage dient den zuständigen Ausschüssen zur Kenntnisnahme der bisherigen Ausarbeitungen.
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- Anlage 1 als PDF öffnen ↗ 20240404152646-0