Antrag von Herrn Ratsmitglied Schmidt vom 11.03.2005 Hier: Einsatz eines neu entwickelten Filter-Systems für Motorenöl für sämtliche städt. Fahrzeuge
✦ KI-Zusammenfassung
Die Sitzungsvorlage 2005/209 befasst sich mit einem Antrag eines Ratsmitglieds vom 11. März 2005, der den Einsatz eines neu entwickelten Nebenstromölfilters für sämtliche Fahrzeuge des Stadtbetriebs vorsieht. Diese Filter werden ergänzend zum Hauptstromfilter in den Ölkreislauf eingebaut, um eine Teilmenge des Öls durch engere Poren von Partikeln zu reinigen.
Die Verwaltung führt dazu aus, dass die Wirksamkeit dieser Systeme nicht durch objektive, modellübergreifende Tests belegt ist. Zwar existieren Kostenvergleiche, die eine Amortisation der Anschaffungskosten über hohe Laufleistungen berechnen, jedoch ist die wirtschaftliche Rentabilität für den Stadtbetrieb nicht gegeben. Da die betriebseigene Werkstatt Öl zu deutlich günstigeren Konditionen bezieht als externe Werkstätten, ist keine Kosteneinsparung zu erwarten.
Ein wesentlicher Aspekt sind die technischen und rechtlichen Risiken. Automobilhersteller im Nutzfahrzeugsektor lehnen den Einsatz dieser Filter ab, da die Gefahr besteht, dass Garantie- und Gewährleistungsansprüche sowie Kulanzregelungen bei Schäden erlöschen. Zudem könnten durch die Filterung negative Auswirkungen auf die Abgasemissionen, den Kraftstoffverbrauch oder die Motorlebensdauer entstehen. Aufgrund der fehlenden Herstellerfreigaben und der unklaren Langzeitwirkung wird der Einsatz der Nebenstromölfilter für den Fahrzeugpark des Stadtbetriebs nicht empfohlen. Der Umweltausschuss soll den Bericht zur Kenntnis nehmen.
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