Kommunale Altdeponie Brandheide
✦ KI-Zusammenfassung
Die vorliegende Sitzungsvorlage 2005/090 befasst sich mit der geplanten Sanierung der ehemaligen Deponie Brandheide im Stadtteil Merklinde. Die Anlage, die zwischen 1959 und 1972 zur Ablagerung von Hausmüll, Bauschutt sowie Gewerbe- und Industrieabfällen genutzt wurde, umfasst eine Fläche von etwa 16 Hektar. Im Rahmen von Gefährdungsabschätzungen wurden Emissionen organischer und anorganischer Parameter im Bereich des Mühlenbachs sowie in den Grundwasserstockwerken nachgewiesen. Um den Schutz von Grund- und Oberflächenwasser zu gewährleisten, soll die Durchströmung des Deponiekörpers unterbunden werden. Ein entsprechender Sanierungsplan nach § 31 Bundesbodenschutzgesetz liegt vor.
Die Durchführung der Sanierungsmaßnahmen ist für den Zeitraum von 2006 bis 2009 vorgesehen, wobei der Fokus auf städtischen Flächen liegt. Die geschätzten Bruttoinvestitionskosten belaufen sich auf 15,120 Millionen Euro. Bei einer beabsichtigten Förderung von 80 Prozent durch das Land Nordrhein-Westfalen verbleibt ein Eigenanteil von circa 3,02 Millionen Euro, was einer jährlichen Belastung von etwa 1 Million Euro über drei Jahre entspricht.
Die Stadt Castrop-Rauxel ist als Grundstückseigentümerin und ehemalige Betreiberin für die Nachsorge verantwortlich. Die Finanzierung der Maßnahmen soll nach Aufbrauch vorhandener Rückstellungen über die Gebührenbedarfskalkulation des EUV Stadtbetrieb erfolgen. Dabei wird geprüft, wie die Kosten über einen angemessenen Zeitraum verteilt werden können, um die Gebührenverträglichkeit zu wahren. Der Zwischenbericht der Verwaltung wird im Umweltausschuss zur Kenntnis genommen.
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