Weiteres Vorgehen auf der Industriebrache ehem. Steinkohlekraftwerk Rauxel
✦ KI-Zusammenfassung
Der Rat der Stadt Castrop-Rauxel soll dem Abschluss eines Grundstücksmietvertrages zustimmen, um auf der Industriebrache des ehemaligen Steinkohlekraftwerks Rauxel eine Zentrale Unterbringungseinheit (ZUE) in Modulbauweise zu errichten. Die Fläche an der B235 soll durch die Bezirksregierung Münster für eine Aufnahmekapazität von bis zu 450 Personen genutzt werden, die für einen Zeitraum von zehn Jahren vorgesehen ist. Die Einrichtung soll neben Wohnräumen auch Sozial-, Schul-, Betreuungs- und Verpflegungsräume umfassen.
Die Stadt ist nach dem Flüchtlingsaufnahmegesetz verpflichtet, eine bestimmte Quote an Flüchtlingen unterzubringen. Aktuell liegt die Erfüllungsquote bei 62,05 %, wobei noch eine Unterbringung von etwa 447 weiteren Personen erforderlich ist. Durch die geplante ZUE würde sich die kommunale Aufnahmeverpflichtung um die Kapazität der Landeseinrichtung reduzieren. Dies könnte langfristig den Abbau dezentraler Unterkünfte ermöglichen, den Wohnungsmarkt entlasten und die Kosten für die Unterbringung sowie die Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz senken, da die finanzielle Verantwortung für die Bewohner der Landeseinrichtung bei der Bezirksregierung liegt.
Eigentümer der Fläche ist der EUV Stadtbetrieb Castrop-Rauxel. Vor dem Mietvertrag müssen Erschließungsarbeiten durchgeführt werden, deren Finanzierung durch die Stadt und den EUV abgestimmt wird, wobei die Nutzung von Zuwendungen des Landes Nordrhein-Westrum zur Bewältigung der Ukraine-Krise vorgesehen ist. Die Pläne für modulare Angebote an der Vördestraße werden vorerst nicht weiterverfolgt.
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